Triathlon Borken - Presse / Rückblick

Borkener Triathlon 2018: "Hitzeschlacht mit vielen Stammgästen. Knapp 500 Dreikämpfer sind im kühlen Nass und auf glühendem Asphalt unterwegs"
 

BORKEN. Über 200 erwartungsvolle Gesichter schauten angespannt auf den noch ruhigen Pröbstingsee. Dann kam die Aufforderung von Moderator Volker Greven zur „La Ola“.
Alle machten mit. „Fünf, vier, drei, zwei, eins!“, schallte es über das Wasser, und sofort stürzte sich die Masse in die Fluten, wirbelte das Wasser auf, das schäumende Nass wurde zu einer willkommenen Abkühlung bei hochsommerlichen Temperaturen, ehe es beim Radfahren und Laufen wieder heiß wurde.

Der 33. Borkener Triathlon hatte begonnen. 300 Meter Schwimmen, 15 Kilometer im Radsattel und eine 3,5 Kilometer lange Laufstrecke lagen vor den Athleten.

Greven moderierte zum 30. Mal dieses Event. Früher war er als Teilnehmer dabei, als alles viel ruhiger zuging, das Radfahren noch auf Tourenrädern erfolgte und die Laufstrecke in einfachen Turnschuhen absolviert wurde. Er kennt die meisten der fast 500 Teilnehmer mit Namen.

Auch Mecki Greven ist von Anfang an dabei. Für sie ist nun Schluss. „Ich möchte das Zepter in jüngere Hände legen“, lautet ihre Botschaft. In diesem Jahr ist sie aber noch allgegenwärtig. Jeder kennt sie, jeder weiß, dass man bei ihr Lösungen des Problems findet. Sie hat für die Nachfolge gesorgt.

Borkener Triathlon 2018 - Foto: Borkener Zeitung

 

Die vielen Zuschauer an der Strecke und auf dem Platz vor dem Freizeithaus waren am Samstag Zeugnis für die Attraktivität des Volkstriathlon und des Kurztriathlons (600 Meter Schwimmen, 28 Kilometer Radfahren, 7,5 Kilometer Laufen) in Borken, der von den Vereinen TV Borken, SG Borken, DLRG Borken und dem Stadtsportverband ausgerichtet wurde.
 

Rund 100 Helfer waren im Einsatz, um es den Athleten so angenehm und sicher wie möglich zu machen. Vor dem Wettkampf rief Volker Greven die Sportler zusammen, informierte sie über die Strecke. Dabei kam es ihm besonders auf die Sicherheit auf dem Rad an. „Wir sind auf der Straße nur zu Gast. Und als solche wollen wir uns auch benehmen“, sagte er. Es lief wieder alles wie am Schnürchen. Von der Anmeldung über den Wettkampf bis hin zur Zeitnahme, die von Siggi Wölfel verarbeitet wurde.
 

Borkener Triathlon 2018 - Foto: Borkener Zeitung


Die Finisher freuten sich an der schönen Strecke. Stellvertretend für sie brachte das der Sieger des Kurztriathlons Sebastian Hoppe aus Bonn, der bevorzugt in der 1. und 2. Bundesliga seine Wettkämpfe bestreitet, zum Ausdruck: „Es ist alles super organisiert. Es ist ein schöner Wettkampf in einer familiären Atmosphäre. Für mich ist das der erste hier in Borken.“

Sebastian Hoppe überquerte in einem spannenden Wettkampf die Ziellinie in nach 1:19:42 Stunden vor seinem ärgsten Widersacher Kai Hesterwerth aus Weseke (1:20:45 Stunden) und dem Coesfelder Martin Lensing (1:21:04 Stunden).
 

Als schnellste Frau erwies sich Vanessa Bartsch aus Bochum in einer Zeit von 1:32:22 Stunden. Sie siegte vor der Steinfurterin Petra Stöppler (1:33:56 Stunden) und Lokalmatadorin Steffi Borchers (1:37:24 Stunden)
 

Borkener Triathlon 2018 - Foto: Borkener Zeitung

 

Beim Volkstriathlon konnte Thomas Seelen vom Reeser SC Triathlon nach 44:40 Minuten die Urkunde und ein Geschenk von Sabine Emmerich von der Sparkasse Westmünsterland, die auch seit der Gründungszeit den Triathlon unterstützt, entgegen nehmen. Ebenso erhielten der Zweite Andre Winkelhorst aus Epe (46:09 Minuten) und der Raesfelder Malte Fischedick (47:01 Minuten) als Dritter ein Geschenk.
 

Schnellste Frau im Volkstriathlon war Paulina Jansen aus Kirchhellen (55:30 Minuten) vor Elena Wissing aus Emsdetten (55:45 Minuten) und Manon Preihs aus Dessau (56:24 Minuten).
 

Eine besondere Ehrung gab‘s für Dieter Koop aus Borken und Josef Osterkamp aus Coesfeld. Koop war bisher Jahr für Jahr Wettkämpfer in Borken – in den Anfangsjahren noch gemeinsam mit seinem Vater Wilhelm. Dementsprechend hatte er auch die Startnummer 33. Er erhielt von Sabine Emmerich einen großen Pokal. Josef Osterkamp ist mit seinen 80 Jahren der älteste Teilnehmer. Er ist gewissermaßen Dauergast bei dieser Borkener Sportveranstaltung und erhielt für seine Treue und Ausdauer ebenfalls ein Geschenk.

 

Borkener Triathlon 2018 - Foto: Borkener Zeitung

 

 


Die Kapitänin verlässt die Kommandobrücke. Chef-Organisatorin Mecki Greven hört auf.

 

BORKEN. Sie ist der Inbegriff des Borkener Triathlons. Alle organisatorischen Fäden laufen bei ihr zusammen. Mecki Greven kennt die Abläufe dieser Großveranstaltung. Schon vor drei Jahren wollte sie nicht mehr. Doch es fand sich kein Nachfolger. Also machte sie engagiert weiter. Seit 30 Jahren macht sie das schon. Genauso lange wie Volker Greven, der als Moderator durch die Veranstaltungen am Pröbstingsee führt.

In den Anfangsjahren waren beide als Teilnehmer zur Stelle und wuchsen als Helfer hinein. „Wir haben mit 50 Triathleten angefangen“, erinnert sich die Organisatorin und irgendwann ist man dann in die Organisation hineingeraten.“ Jetzt gibt Mecki Greven das Zepter ab. Triathlon in Borken ist eben eine Ganzjahresbeschäftigung. „Irgendwann ist die Luft auch raus“, sagt Greven. „Es muss auch immer mehr beachtet werden.“ Sie macht nicht viel Worte um ihre Arbeit und verweist vielmehr auf die gute Zusammenarbeit mit den über 100 Helfern, die Vieles sogar selbständig regeln. Die schönste Erfahrung, die sie machte, ist „das Gefühl, dass alles, was man angeht läuft, und das Feedback der Teilnehmer nach der Veranstaltung“.

Jetzt übergibt sie ihren Chefsessel in jüngere Hände. „Ein Generationswechsel steht bevor“, sagt sie. Im nächsten Jahr stehen mit Christian Niehaves, Markus Uvermann und Martina Rieger von der SG Borken neue Ansprechpartner zur Verfügung, die mit ihren Mitstreitern die Geschicke dieser Veranstaltung leiten.


Text & Fotos: Borkener Zeitung, Lokal Sport vom 20.08.2018 (
Friedhelm Triphaus
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